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Eisspeedway

Eisspeedway ist eine der wohl spektakulärsten Arten von Motorradrennen. In den zwanziger Jahren wurde in Schweden mit Eisrennen begonnen. 1963 fanden dort die ersten Europameisterschaften statt, welche 1966 auf Wunsch der Russen zur Weltmeisterschaft erweitert wurden.
Hochburgen des Eisspeedway sind vorallem die skandinavischen Länder, Russland, die Tschechei und auch Deutschland.

Fahrer

Eisspeedway gehört, wie Gras-, Sand- und Langbahnsport, zu den «sauberen» Motorradrennen. Die Motorräder werden mit umweltfreundlichem Methanol (97 Prozent Alkohol) betrieben und für die Ölversorgung sorgt ein biologisch voll abbaubares Öl.
Gefahren wird während den Wintermonaten, wie der Name sagt auf Eis. An kalten Orten wird in stundenlanger Arbeit ein 15-20 cm dickes Oval von einer Gesamtlänge von 300-400 Metern und ca. 15 Metern Breite unter Mithilfe von gepressten Schnee und Wasser aufgebaut. Der Kurvenradius beträgt ca. 20 Meter.

Wer bremst hat Angst und ist beim Eisspeedway falsch aufgehoben!
Eisspeedway-Maschinen verfügen nämlich über keine Bremse! Der Speed (bis zu 130 km/h) kann lediglich durch Regulierung des Gasgriffes verringert werden. Bei den engen Kurvenfahrten und den extremen Schräglagen, bei denen die Fahrer teilweise das Eis mit der Schulter berühren, würden Bremsen das Unfallrisiko erhöhen. Somit ist von den Fahrern jederzeit das nötige "Fingerspitzengefühl" gefordert, bei ihren Rennen in den Stadien der Welt. Die meiste Aufmerksamkeit widmet der erstmalige Betrachter den furchterregenden 28mm langen Spikes. In etwa 350 Spikes geben der Maschine den nötigen Halt, um bei Durchschnittsgeschwindigkeiten von 100 km/h mit der Schulter auf der Eisfläche durch die Kurven jagen zu können. Ungefähr 110, bzw. 220 Spikes verteilen sich auf die Vorder- und Hinterräder der Spikebikes.
Das einzige Eisspeedway-Rennen der Schweiz findet seit 1999 einmal im Jahr neben dem Sportstadion Prau La Selva in Flims-Waldhaus auf einer 350 Meter langen Piste statt, wenn das Eis mindestens 30 bis 40 Zentimeter dick ist.
An einem Rennen beteiligen sich in der Regel 16 Fahrer plus 2 Reservefahrer. Das Tagespensum umfasst insgesamt 20 Läufe. Pro Lauf starten 4 Fahrer - jeder fährt gegen jeden und hat somit 5 Läufe zu absolvieren. Ein Lauf führt über 4 Runden. Der Sieger erhält 3 Punkte, der Zweite 2 Punkte der Dritte 1 Punkt.

fuss
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